27.12.09;
Wir danken allen für die Anteilnahme, die Spendenbereitschaft und die Unterstützung für die Hunde auf Mallorca.
09.11.09, ausführlicher Lagebericht:
Der gekieste Untergrund im Außenbereich existiert quasi nicht mehr - alles ist dicker, zäher, tiefer Schlamm, der inzwischen mit einer ekligen grünen Algenschicht überzogen ist. Das Mauerwerk der Gebäude ist feucht und klamm und in der Perrera sind sämtliche Schränke und Regale bis auf eine Höhe von ca. 30 cm aufgequollen und eigentlich nicht mehr verwendbar.
Die Wände der Zwinger sind feucht und dort, wo Scharniere sitzen, rieselt es aus dem Mauerwerk - jedes Mal wenn eine Zwingertür geöffnet oder geschlossen wird. Durch den Schlamm und die Hochwasserrückstände stinkt es bestialisch! Für uns Menschen kaum zu ertragen! Wie müssen erst die Hunde leiden, die diesem Gestank 24 h täglich ausgesetzt sind?
Auf dem freien Feld neben der Perrera steht immer noch das Wasser (bestimmt kniehoch), obwohl es schon seit mindestens zwei Wochen nicht mehr geregnet hat. Von weitem betrachtet mutet es wie ein idyllischer See an, ist aber nichts anderes als ein idealer Brutplatz für Moskitos und diverse Krankheitserreger. Die Moskitos sind sehr aggressiv und setzen den Hunden und Helfern sehr zu.
Mit jedem Schritt, den man auf dem Gelände geht, schleppt man diverse Viren und Bakterien von A nach B.Zum Schutz der Hunde vor Krankheiten wurden deshalb vom Perrera-Team Maßnahmen ergriffen, die für alle Beteiligten nur schwer zu ertragen, aber absolut notwendig sind.
So dürfen die Hunde schon seit einiger Zeit nicht mehr in den Freilauf. Ihre einzige Bewegungsmöglichkeit ist das hin und her rennen im Zwingergang! Jeder kann sich in etwa vorstellen was das bedeutet: Aggression zwischen den Hunden, ein unglaublicher Geräuschpegel und viel zu wenig Bewegungsmöglichkeit. Es ist für alle eine absolute Tortur!
Jeder einzelne Zwinger muss akribisch mit Lejia (eine Art Chlor, die auf Mallorca als Allzweckwaffe gegen Schmutz, Bakterien & Co. gilt) ausgereinigt werden. Da der Betonfußboden inzwischen sehr löchrig und porös ist, dauert das Behandeln mit Lejia und vor allem das Auswaschen mit klarem Wasser ewig. Zu allem Übel sind noch viele Abläufe so verstopft, dass das Wasser nicht abfließen kann.
Trauriger Weise ist die Perrera total überfüllt. So teilen sich – mal wieder – mehrere Hunde einen Zwinger, der eigentlich für 1-2 Hunde gedacht ist. So ein Zwinger besteht aus einer Schleuse (knapp 1qm), einem „Trockenbereich“ mit Hundehütte (ca. 1,5 qm) und einem „Außenbereich“ mit nix außer Betonfußboden (ca. 2 qm). Diese drei Bereiche sind durch Gittertüren abtrennbar und nun sind in jedem (!) dieser drei Bereiche 1-2, teilweise große Hunde untergebracht.
Wenn der hintere Teil eines Zwingers, der „Außenbereich“ geputzt wird, müssen alle Hunde aus den davor liegenden Bereichen erst mal „verräumt“ werden. Das Durchsortieren und „Umparken“ von Hunden ist daher zusätzlich noch eine zeitaufwendige und auch für die Hunde unangenehme Situation.
Auf Grund der hohen Feuchtigkeit in den Perreraräumen sind sämtliche Metall-Gittertüren der dort eingelagerten Flugboxen rostig und dadurch nicht mehr in gutem Zustand! Hier wird dringend Ersatz benötigt.
Zu den Bauarbeiten:
Die hinteren Außenzwinger sind mit Bauschutt erhöht worden, da sie ja bislang wesentlich tiefer als die Perrera lagen und somit komplett unter Wasser standen.Die Betonierungsarbeiten sind angelaufen.Zudem ist mit einer Mauer begonnen worden, die das gesamte Perreragelände zu den Feldern hin vor Hochwasser schützen soll. Auch vor dem Perreragebäude ist das Erdreich aufgeschüttet worden, um das allg. Niveau, das ja niedriger als das der Kläranlage war, anzuheben. Bleiben noch die Betonierungsarbeiten in den Innenzwingern, damit dort das Wasser besser abfließen kann, sowie auch Streicharbeiten mit Spezialfarbe um den Hygienestandards besser zu genügen.
Die beiden hinteren Außenzwinger brauchen winterfeste, überdachte Häuschen aus Stein, damit die Hunde im Trockenen sind. Außerdem müssen wir noch ein Welpengehege errichten, damit wir Welpen besser separieren können.
"Ihr seht, es gibt sehr viel zu tun und alles zusammen wird uns das sicher einige tausend Euro kosten. Deshalb sind wir sehr auf weitere Spenden angewiesen! Das Hochwasser hat unsere Situation als Tierschutzorganisation extrem verschärft, uns finanziell an unsere Grenzen gebracht und viele Helfer sind traurig und frustriert. Die traurigen Hundeaugen tun ihr Übriges. Aber wir alle sind uns einig, dass Aufgeben nicht in Frage kommt und hoffen, dass wir besseren Zeiten entgegen blicken!"
Wir bitten Sie:
„Schauen Sie hier nicht weg, zeigen Sie Herz. Helfen und unterstützen Sie die Hunde und ihre Helfer auf Mallorca. Auch ein paar Euro können helfen und Großes bewirken. Überlassen Sie diese Hunde nicht einfach ihrem Schicksal und werden Sie aktiv.“
Im Namen von FAAM und den Not leidenden Hunden auf Mallorca bedankt sich die Redaktion von das-Hundemagazin.de ganz herzlich bei Ihnen für Ihre Unterstützung. Über die weiteren Ereignisse werden wir Sie hier selbstverständlich informieren.
"Wir möchten hier ebenfalls die Chance nutzen und allen unseren bisherigen Helfern von Herzen danken." so First Aid Animales Mallorca.
Ihr direkter Kontakt zu FAAM:
Internet: www.firstaidanimalesmallorca.net |
Spendenkonto Deutschland: |
Tierheim kämpft weiter mit dem Wasser
14.10.09, das von Tierschützern betriebene Tierheim in Felanitx/Mallorca kämpft weiter mit dem Hochwasser.
Das Wasser will einfach nicht abfließen und steht immer noch sehr hoch. Zusätzlich steigt nun auch noch Brackwasser aus den Kanälen und verteilt sich auf dem ganzen Gelände. Die Feuchtigkeit kriecht überall hin und die Hunde frieren – vor allem Nachts!
„Wir kämpfen inzwischen nun schon die dritte Woche gegen das Wasser und unsere Hunde und wir sind nach wie vor auf jegliche Form von HILFE angewiesen!“ so First Aid Animales Mallorca.
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07.10.09, die Hunde und Helfer der mallorquinischen Tierschutzorganisation „First Aid Animales Mallorca“ (FAAM) sind am Ende ihrer Kräfte. Die andauernden Regenfälle auf der balearischen Insel haben zu schweren Überschwemmungen des gesamten Tierheimgeländes geführt und großen Schaden angerichtet. Die Situation ist verheerend, die Hunde stehen seit Tagen im Nassen und die Helfer schippen ohne Unterlass Wasser.
Die Tierschützer mussten damit beginnen die Tiere zu evakuieren. Doch das ist nicht einfach: Pflegeplätze und definitive Zuhause für die Tiere sowohl in Mallorca als auch in Deutschland werden verzweifelt gesucht.
Nachhaltige Spuren hinterlassen werden die Schäden am Gebäude und am Inventar. Bauliche Maßnahmen im Tierheim könnten solche Situationen in Zukunft entschärfen. Doch die finanziellen Mittel dafür sind bei FAAM nicht vorhanden und der Winter hat noch nicht einmal begonnen…
Hinzu kommen die täglich neuen Hundeschicksale, wie zum Beispiel eine still leidende, angeschossene Labradorhündin, die nichts sehnlicher bräuchte als ein trockenes Plätzchen zur schnellen Genesung.
„First Aid Animales Mallorca“ (FAAM) ist ein eingetragener Verein im Südosten Mallorcas, der sich mit ehrenamtlichem Engagement um in Not geratene Hunde und deren Vermittlung kümmert. Als großen Erfolg kann FAAM die Übernahme der örtlichen Perrera verzeichnen, welche dazu geführt hat, dass keine Hunde mehr nach einer Frist von 15 Tagen getötet werden müssen.


