Der Hund an der Leine
Anfangs ist es etwas schwierig, den Hund an die Leine zu gewöhnen. Am besten legt man ihm zunächst das Halsband um und lässt ihn damit in der Wohnung herumlaufen. Locken sie ihn mit seinem Lieblingshäppchen, wenn sie ihn die ersten Male an die Leine nehmen. Gehen sie zunächst in der Wohnung oder im Garten mit ihm auf und ab, damit er sich mit der unliebsamen Fessel aussöhnt. Auf keinen Fall solle er Angst davor haben, im Gegenteil: Halsband und Leine sollen das Symbol für die geliebten Spaziergänge werden.
Von Anfang an sollte der Hund links von ihnen laufen. Sie nehmen das Ende der Leine in die rechte Hand, die linke reguliert die Länge. Ein Zug am Halsband zeigt dem Zögling, dass es weitergeht. Wenn sie fürs Gassigehen eine zweite, längere Leine zur Hand haben, ist das für Hund und Herrchen gleichermaßen günstig; der Vierbeiner hat mehr Bewegungsfreiheit und der Zweibeiner kann weitergehen, während die Hundenase einen interessanten Duft untersucht.
Unterscheiden sie auch von Anfang an zwischen Spaziergang und Gassigehen. Beim Spaziergang bestimmt der Rudelführer das Tempo, er bringt dabei auch die Kommandos „bei Fuß“ und „Halt“ bei. Das Bei-Fuß-Gehen, die so genannte Leinenführigkeit, erfordert viel Zeit und Geduld. Erst mit neun bis zwölf Monaten ist der Hund, wenn sie ihn richtig erziehen, sicher „bei Fuß“. Auch bei Hunden gibt es Früh- und Spätentwickler. Verzagen sie daher nicht, wenn eine Übung nicht auf Anhieb klappt. Manchmal tut der kleine Schelm auch nur so, als habe er nichts verstanden. Das ist kein Zeichen von bösartigem Charakter, er versucht nur, die Oberhand zu gewinnen. So etwas gehört nun einmal zum kämpferischen Spiel zwischen Rudelmitglied und –führer.


