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Schnell und richtig reagieren

Jeder Hundebesitzer muss einige Handgriffe beherrschen, um seinem Tier im Notfall sofort beistehen zu können. Bei der Fellpflege hat der Hund schon gelernt, ruhig auf einem Tisch zu stehen; bei der Gebisspflege, willig das Maul zu öffnen. Nur wenige Hunde sind von Haus aus bösartig. Die meisten beißen, wenn sie falsch erzogen wurden, Angst oder Schmerzen haben.
Besteht über den Gesundheitszustand Unklarheit, misst man als erstes Fieber: ein Fieberthermometer wird gut mit Vaseline o. ä. eingeschmiert und dem liegenden oder stehenden Hund wenige Zentimeter in den After geschoben. Klettert das Quecksilber bei Vierbeinern auf 39°C, hat das Tier Fieber.
Muss ein Zäpfchen gegeben werden, geht man zunächst Gassi mit dem Hund, damit er seinen Darm entleert. Hat man das Zäpfchen verabreicht, beobachtet man den Hund noch eine Weile, damit er es nicht wieder auspresst.
Medikamente in Tabletten- oder Pulverform verabreicht man am besten mittels eines verpackten Leckerchens (z. B. Tablette mit Leberwurst ummanteln) oder man kann das Medikament unter die Lieblingsspeise mischen.

Unfälle

Denken sie daran, dass der Hund bei einem Unfall fast immer unter Schockeinwirkung steht und daher unvorhergesehen reagieren kann. Reden sie beruhigend auf ihn ein, wickeln sie ihn in eine Decke oder ähnliches und bringen sie ihn so schnell wie möglich zum nächsten Tierarzt. Bei Blutungen, zum Beispiel an den Beinen, binden Sie die betroffene Stelle oberhalb der Wunde ab, ehe sie einen Notverband anlegen, damit die Blutung zunächst gestoppt wird. Da die Abschnürung aber auf keinen Fall länger als 20 Minuten dauern darf, müssen sie unverzüglich den Tierarzt aufsuchen.