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Notruf

Zecken: Kleine Gefahr mit großer Wirkung!

Ist der Winter vorüber, reichen wenige Tage im zweistelligen Temperaturbereich und die verhaßten Tierchen sind wieder putzmunter und gierig nach Blut. Die Zecke beisst in sekundenschnelle und der Biss ist durch die betäubende Wirkung schmerzfrei für den Hund zu ertragen. Der Biss ist dabei zunächst nur als kleiner schwarzer Punkt sichtbar, deshalb sollte man nach jedem Spaziergang mit dem Hund das Fell agribisch durchsuchen. Mit dem Zeckenspeichel können eventuell darin enthaltene Krankheitserreger in den Kreislauf des Hundes gelangen - gleichzeitig werden im Gewebe des Hundes befindliche Erreger mit der Blutmahlzeit in den Zeckendarm gesaugt. Die Wahrscheinlichkeit, dass noch keine Übertragung - z.B. von Borrelien - stattgefunden hat, ist in den ersten Stunden recht groß. Die Übertragung der Bakterien erfolgt meist erst, wenn die Zecke ziemlich viel Blut gesaugt hat, also nach sechs Stunden oder noch später.

Borrelien
Nicht jede Zecke ist mit Borrelien infiziert. Auf keinen Fall sollte man die Zecke und die Bissstelle mit Öl, Benzin oder sonstigen Substanzen einreiben. Infizierte Zecken im Todeskampf geben vermehrt Borrelien ab, damit steigt die Gefahr einer Infektion.
Als gesichert gilt also, dass eine Zecke vor der Entfernung nicht vorbehandelt werden muss. Mit jeder Reizung von außen bildet die Zecke vermehrt Speichel oder erbricht. Dadurch werden mehr Erreger ins Blut übertragen.

Nach dem Biss
Die Zecke muss sofort entfernt werden. Am besten erfolgt der Vorgang mit einer speziellen Pinzette oder einer Zeckenzange (in jedem Fachhandel und Apotheken erhältlich). Hierzu die Pinzette möglichst tief an der Haut ansetzen und die Zecke nach oben herausziehen.

Im Zweifelsfall gilt
Sollten Sie nicht sicher bei der Entfernung einer Zecke sein, oder sich nicht sicher sind eine Zecke zweifelsfrei entfernt zu haben, so sollten Sie den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen, um jeden Zweifel einer Infektion und/oder Ansteckung ausschließen zu lassen.

Vorbeugen ist besser als heilen
Vor jeder Zeckensaison (ab Ende März) sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen und ein entsprechendes "Anti-Zecken-Mittel" für Ihren Liebling kaufen. Dieses ist sehr einfach in der Anwendung: es wird auf Nacken und Schwanzanfang des Hundes einfach aufgeträufelt (flüssige Lösung). Fertig. Mehr müssen Sie nicht tun und Ihr Hund kommt sicher durch die schöne warme Jahreszeit.