Der Clicker ist eine Form der Kommunikation
Grundsätzlich dient ein Clicker bei der Hundeerziehung als Kommunikationsinstrument. Dem Hund wird zunächst beigebracht das Klicken mit etwas für ihn Positivem zu verbinden. Dies ist meist eine Belohnung in Form von Futter oder Leckerchen. Hier ist ihnen die Aufmerksamkeit des Hundes sicher. Machen sie ihrem Hund mit dem Clicker vertraut, indem sie beginnen einige Male über den Tag verteilt mit dem Clicker zu klicken und dann werfen sie ein Leckerchen oder geben ihrem Hund eine Belohnung. Dies sollte ein paar Tage, immer in unregelmäßigen Abständen, wiederholt werden, bis der Hund eindeutig auf das Klicken reagiert und auf die Belohnung wartet.
Nun können sie mit dem eigentlichen Training beginnen:
Ob ihr Hund "Sitz", "Platz", "gib Pfötchen", oder ähnliches erlernen sollt, spielt keine Rolle. Immer wenn der Hund, auch wenn nur ansatzweise, das richtige Verhalten zeigt, klicken Sie und belohnen ihren Hund. Hierdurch bestärken sie ihn die gewünschte Verhaltensweise zu wiederholen und studieren mit ihm Schritt für Schritt das Gewünschte ein. Sobald ein Verhalten einigermaßen erlernt ist, aber noch verbessert werden soll, bestätigen sie nicht mehr jede Ausführung durch Klick und Belohnung, sondern nur noch jede dritte oder fünfte. Die Belohnungen sollten auch nie durch ein bestimmtes Muster für den Hund zu verfolgen sein. Werden sie für ihren Hund nicht berechenbar! Die jederzeitige Chance auf ein Leckerchen hält die Motivation hoch.
Beim Clickertraining sollte der Hund selbst aktiv werden. Er muss selbst herausfinden, wie er an seine geliebten Leckerchen gelangt. Clickertraining ist lernen am Erfolg. Nur so wird sich das gewünschte Verhalten festigen und nicht wieder in Vergessenheit geraten. Es ist im Alltag sehr hilfreich, wenn sie ihrem Hund gelehrt haben bestimmte Dinge zu tun. Hört er verlässlich auf das Kommando "Platz", können sie ihn zum Beispiel im Flur Platz machen lassen, wenn es klingelt. So kann er den Besucher weder anspringen, noch zu überschwänglich begrüßen.
Das Clickertraining kommt ursprünglich aus Amerika, wo Delfine damit trainiert werden. Ein solches Tier kann man beim Training nicht an die Leine nehmen. Was man im Übrigen auch nicht mit einem Hund machen sollte. ein Delfin braucht somit eine Motivation, damit er das tut, was sein Trainer von ihm wünscht. Bekommt er die Motivation nicht, wird er einfach wegschwimmen. Das Ziel des Trainings muss also sein, das Tier immer neu zu motivieren aus eigenem Antrieb das zu tun, was von ihm erwartet wird. Zwang ist hier keine Lösung und wird nie dauerhaft zum Erfolg führen.
Gehen sie nicht davon aus, dass ihr Hund das Erlernte sofort für die Ewigkeit beherrscht und es immer und überall ausführen wird. Es bedarf vieler Wiederholungen und Trainingseinheiten bis Ablenkungssituationen ihn nicht mehr beeinflussen. Wenn ihr Hund jedoch eine Übung beherrscht, wird das Klicken und die darauf folgende Belohnung wieder abgebaut, und nur noch gelegentlich für besondere Ausführungen gegeben. Werden neue Übungen trainiert wird wieder mit dem Clickertraining und den Belohnungen begonnen.


