"Was denkt der Hund?" von Alexandra Horowitz
Alexandra Horowitz versucht … zu erkunden, was die Wissenschaft uns über Hunde sagt, ohne dabei unsere Haustiere emotional auf Laborratten zu reduzieren. Als Psychologin und promovierte Kognitionswissenschaftlerin sowie als leidenschaftliche Hundefreundin zielt Horowitz darauf ab, „einen fundierten, phantasievollen Sprung in das Innere eines Hundes zu wagen - um zu sehen, wie es ist, ein Hund zu sein, wie sich die Welt aus der Sicht eines Hundes darstellt.“ ... Um einen besseren Einblick zu bekommen, schlägt Horowitz vor, sollten wir Menschen uns intellektuell auf alle Viere hinab begeben und zu schnüffeln beginnen ... Horowitz flicht etliche wunderbare Beobachtungen ein, manch unerwartete Studie und einige schräge Einzelheiten, die das Herz jedes Hundeliebhabers in Verwunderung und Dankbarkeit höher schlagen lassen. [New York Times]
Hunde sind anders. Sie beobachten unsere Handlungen, interpretieren unsere Emotionen und lernen im Laufe der Zeit, wie sie uns erfreuen und wie sie uns lenken können, damit wir ihnen Nahrung, Obdach und ein schönes warmes Körbchen zur Verfügung stellen. Alexandra Horowitz beschreibt Hunde als „Anthropologen unter uns", und in diesem spannenden Buch, ihrem ersten, studiert sie sie mit der gleichen Intensität und Zuneigung, die sie uns entgegenbringen. Sie hat selbst Hunde – und die Seiten sind mit kleinen Auszügen aus einem Tagebuch ihrer 16 gemeinsamen Jahre mit Pumpernickel durchsetzt -, aber sie beobachtet Hunde auch beruflich: Sie ist Psychologin, die das Verhalten von Hunden erforscht ... Obschon dieses Buch keineswegs ein Trainings-Handbuch ist, bietet Horowitz allerlei nützliche Tipps für Hundehalter. Lassen Sie Ihren Hund trödeln und herumschnüffeln, schlägt sie vor, anstatt ihn auf eine schnelle Runde durch den Park zu hetzen. Baden Sie ihn nicht zu oft; er mag den Geruch von sich selbst viel lieber als den von Shampoo. Sie weist etliche der vereinfachenden Theorien zurück, die oft von Ausbildern geäußert werden … Wer je mehr über das Innenleben eines Hundes wissen will, wird fasziniert sein. [Guardian]
Alexandra Horowitz‘ cleveres neues Buch besetzt eine Nische in diesem Sektor … Was denkt der Hund? bietet einen fundierten Einblick in das Innenleben des Hundes ... Sie mischt Beobachtungen ihres eigenen Hundes mit einem locker-leichten Überblick über die zoologische Literatur, wenn sie sich grundlegenderen Fragen zuwendet ... Wie steht es mit dem Schnüffeln? Warum bellen sie? Und – mögen sie uns wirklich? Herausgekommen ist ein Werk, das tiefe Einsichten vermittelt, aber auf überflüssigen Fachjargon verzichtet ... Horowitz‘ Studie ihres eigenen Hundes, beschrieben aus seiner Sicht bei einer Runde um den Block, ist eine ideale Anleitung, wie Sie Ihren Liebling als Tier, und nicht als Kindsersatz, beobachten können. [Washington Post]
Ihr Buch Was denkt der Hund? ist eine kluge, gedankenreiche, lebhafte Studie des besten Kumpans des Menschen. Es verdient ein Klassiker des Genres zu werden, neben solchen Werken wie Konrad Lorenz‘ So kam der Mensch auf den Hund ... Sie bringt auch ihren eigenen Hund, Pumpernickel, ganz regelmäßig ins Spiel. Denn bei allen breit gefächerten Ergebnissen aus Labor- und Feldforschung schöpft Was denkt der Hund? doch aus dieser alltäglichsten aller wissenschaftlichen Untersuchungen: wenn nämlich ein Hundebesitzer seinen Hund ganz aufmerksam beobachtet. Pumpernickel fungiert als eine Art Kontrollgruppe für die verschiedenen Tests und Experimente, von denen Horowitz berichtet … Sie interessiert sich für jeden Aspekt des Hundeverhaltens, von der Möglichkeit , dass sie ein Konzept von Altruismus bewusst verstehen, über ihre verschiedenen Einschätzungen von fairem Verhalten bis zur unglaublich komplexen Logistik ihres Spiels. [Open Letters Monthly]
Horowitz lebt mit Mann und Hund in New York. In ihrem neuen Buch … beschreibt sie das Verhalten des Hundes aus kognitionswissenschaftlicher Sicht - etwas, was ihrer Meinung nach noch viel zu selten geschieht. [Technology Review]
Über Wissenschaft in einer Sprache zu schreiben, die Nichtwissenschaftler anspricht, ist schwierig. Zu gelehrt und man verliert seine Mitmenschen. Zu volkstümlich und die Wissenschaft verliert ihre Anbindung. Horowitz geht den Mittelweg. Sie lässt „den Hund sprechen“ und konzentriert sich dabei auf die Bedeutung der Forschungsergebnisse und weniger auf die technischen Feinheiten der Methodik … Wenn Sie Ihren Hund zu kennen glauben, denken Sie noch einmal nach. Horowitz löst vorgefasste Meinungen Schicht für Schicht auf und dringt zum Wesen des Hund-Seins vor. [Bark Magazine]
Eine der großen Freuden des Lebens mit Hunden besteht in dem Versuch, herauszufinden, was sie denken und warum sie tun, was sie tun. Eine der großen Enttäuschungen des Lebens mit Hunden ist, dass man in den Reihen der Trainingsbücher und Werke zum Tierverhalten nur selten Informationen findet, mit denen man die eigenen Hypothesen stützen oder widerlegen könnte. Alexandra Horowitz‘ Buch bietet Rettung. Es ist eine intelligentes mehrdimensionales Porträt der Art und Weise, wie Hunde die Welt erfahren. [Newark Star-Ledger]
Horowitz gelingt es hervorragend, all das zu präsentieren, was wir über Arbeitsweise des Hundegehirns wissen und wie dies unserer Projektion menschlicher Eigenschaften auf sie manchmal ent- und manchmal widerspricht … Dies ist ein charmantes und leicht zugängliches Buch. [ScienceBlogs]
Einband: gebunden
Übersetzt von: Jorunn Wissmann
Ausstattung: 24 schwarz-weiße Abbildungen
Auflage: 1. Auflage
Diese Themen erwarten Sie
Einleitung
Vorbemerkung über Hunde, ihre Erziehung und Besitzer. Was ich meine, wenn ich „der Hund“ sage. Hundeerziehung. Der Hund und sein Besitzer.
Umwelt: Aus der Hundeperspektive
Die Sache mit den Regenmäntelchen. Die Welt aus der Sicht einer Zecke. Rollenwechsel. Die Bedeutung der Dinge. Den Hund fragen. Küsschen geben. Hundekunde.
Haustier Hund
Schritt für Schritt erklärt: So bastelt man einen Hund. Wie der Wolf zum Hund wurde. Der Nicht-Wolf. Als sich unsere Blicke trafen. Hunde als Gesellschafter. Der eine kleine Unterschied. Tiere mit Erläuterungsbedarf. Canis nonfamiliaris. Unser Geschöpf.
Welt voller Gerüche
Schnüffeln. Ganz Nase. Vomeronasales Riechen. Geruchsgeschichten. Der (streng) riechende Affe. So riecht Angst. Der Geruch von Krankheit. Hundedüfte. Laub und Gras. Ein Paralleluniversum.
Ohne Worte
Spielarten der Kommunikation. Was Hundeohren hören. Das Gegenteil von stumm. Winseln, Knurren, Quieken, Lachen. Wuff. Mit Körper und Schwanz. Pinkeln mit Hintergedanken.
Hundeaugen
Die Augen der Ballfänger. Hol den Ball! Hol den grünen Ball! Hol den grünen, hüpfenden Ball … aus dem Fernseher! Die visuelle Umwelt.
Sehen und gesehen werden
Mit den Augen eines Kindes. Aufmerksamkeit bei Tieren. Blickkontakt. Dem Blick folgen. Aufmerksamkeit heischen. Auf etwas zeigen. Aufmerksamkeit manipulieren.
Vierbeinige Anthropologen
Von wegen sechster Sinn. Offene Bücher. In- und auswendig.
Mit Sinn und Verstand
Die Frage nach der Intelligenz. Lernen. Abgeguckt. Mehr Mensch als Vogel. Theory of Mind. Theory of Mind beim Hund? Denkspiele. Was mit dem Chihuahua geschah. Anders als wir.
Was denkt der Hund?
I. Was ein Hund weiß. Hundetage (Gefühl für Zeit). Der innere Hund (Selbst-Bewusstsein). Hundejahre (Vergangenheit und Zukunft). Braver Hund (Richtiges und Falsches). Der alternde Hund (Notfälle und Tod). II. Wie es ist, ein Hund zu sein. Bodennah. Lecken. Dinge passen ins Maul oder nicht. Voller Details. Ganz Gegenwart. Flüchtig und schnell. Ins Gesicht geschrieben.
Eine ganz besondere Beziehung
Bindungsfähig. Tiere berühren. Hallo du! Im Gleichtakt. Was die Bindung bewirkt.
Die Kunst des Zusammenlebens
Riechspaziergänge. Erziehung mit Bedacht. Den Hund Hund sein lassen. Die Frage nach dem Warum. Für Beschäftigung sorgen. Spiel mit mir! Zweimal hinsehen. Heimliches Beobachten. Bitte nicht jeden Tag baden! Die Körpersprache lesen. Freundliches Streicheln. Erste Wahl: der Mischling. Vermenschlichen – aber mit der Umwelt im Blick.
Postskriptum: Mein Hund und ich


